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Ostern in Tolo

 

Aus vielen Grϋnden ist Ostern eine der besten Jahreszeiten fϋr einen Aufenthalt in Tolo.

Auch wenn man nicht unbedingt ein devoter Christ ist, wird man ergriffen von den Zeremonien und der Art und Weise wie das Leben nach dem Winter und der 40 Tage andauernden Fastenzeit am Ostersonntag von Neuem beginnt. Auf dem Land und auf den Inseln stehen wilde Blumen in voller Blϋtenpracht und die Hänge der Hϋgel , die im Sommer braun und ausgedörrt sind, erstrahlen in saftigem Grϋn vom Regen im Winter.

Unvorstellbar schön sind die Felder voller Blumen, das Leben scheint aus allen Ecken und Spalten zu spriessen und zu schiessen.

Die Osterwoche beginnt am Palmsonntag und im Gedenken an die letzte Woche im Leben von Jesus Christus finden täglich Gottesdienste statt. Die am Abend stattfindenen Gottesdienste werden von zahlreichen Gläubigen besucht. Nur am Mittwoch wird die Messe am Nachmittag gehalten. Am Donnerstagmorgen ist der Gottesdienst dem Abendmahl und dem Verrat an Christus gewidmet. An ebendiesem Tag werden in jedem Haushalt hartgekochte Eier rot gefärbt, das Blut von Christus symbolisierend. Auch wird der Osterkuchen, Tsoureki genannt, gebacken.

Die Messe am Abend dauert lange und im Mittelpunkt steht die Lesung der zwölf Evangelien. In diesem Gottesdienst wird in der Kiche eine zweidimensionale Christusfigur am Kreuz aufgestellt, während die Kirchenglocken läuten. In manchen Kirchen wird die ganze Nacht Wache gehalten.

Aus dem Blickwinkel des Betrachters gesehen, fängt es am Freitag an, interessant zu werden. Die Nägel, die die Christusfigur am Kreuz halten, werden entfernt und die Figur wird vom Kreuz genommen und in ein weisses Tuch gehüllt ein grosser mit dem Bildnis von Christi bestickter Schrein , der von den jungen Frauen während der Nacht mit Blumen geschmückt wurde, wird in die Kirche getragen und mit Rosenwasser bespritzt und Blütenblättern bedeckt. Die Glocken der Kirche beginnen zu läuten und alle Fahnen in Griechenland werden auf Halbmast gestellt, während die Frauen alle zusammen in Trauer um den Tod von Christus weinen. Am Abend findet eine Beerdigungszeremonie statt und um 9 Uhr wird der Epitaphios aus der Kirche heraus in einer feierlichen Prozession durch das ganze Dorf getragen, begleitet vom Trauergeläut der Kirchenglocken.

Um 11 Uhr in der Nacht vom Samstag ist fast das ganze Dorf in der Kirche zu finden. Gegen Mitternacht werden alle Lichter ausgeschaltet und der Prieter verkündet, dass Christus von den Toten auferstanden ist und gibt das heilige Licht von seiner Kerze an die Gläubigen weiter. Der kleine Kerzenschein wächst von der Vorderseite der Kirche und bald ist die ganze Kirche vom Schein der Kerzen der Gläubigen erhellt. Genau um Mitternacht beginnt der Priester das Osterlied anzustimmen : „Christus ist von den Toten auferstanden und hat so den Tod besiegt und die im Grab Liegenden mit der Auferstehung gesegnet .“ Die Kirchenglocken läuten feierlich , ein Feuerwerk wird veranstaltet und die Schiffe tönen ihre Sirenen. Die Leute grüssen sich feierlich Christos Anesti ( Christus ist auferstanden ) und antworten mit Alithos Anesti ( Wahrhaftig ist Er auferstanden ). Nun eilen alle mit ihren entzündeten Kerzen nach Hause, wo sie am Hauseingang mit dem Russ ihrer entzündeten Kerzen dreimal das Kreuz an den Türbalken zeichnen, um die Pflanzen und Farmtiere zu segnen. Die meisten Leute bleiben entweder zu Hause oder gehen in ein Restaurant, um die traditionelle Mageritsa, eine dicke grüne Suppe aus den Eingeweiden des Lammes, das am nächsten Tag geröstet wird, zu geniessen, was das Ende der 40 Tage andauernen Fastenperiode symbolisiert, die mit dem Ende der Apokreas (Karneval) begonnen hat.

Der Ostersonntag ist der Lieblingstag der meisten Griechen. Ein Lamm wird geröstet und Freunde und Familie essen, trinken, reden und tanzen gemeinsam.

 

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